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Move

© MOVE from Rick Mereki

Abenteuer: In 44 Tagen in 11 Ländern. Tragödie: Schicksalsschlag einer Legende. Das sogenannte Storytelling lebt – mehr denn je. Ob persönliches Marketing oder Content-Marketing von Unternehmen – Bilder erzählen mehr als 1000 Worte. Vor allem Unternehmen nutzen diese Methode des Marketings, um die Geschichte der eigenen Marke erlebbar zu machen und um Traditionen, Werte und die eigene Unternehmenskultur zu vermitteln. Das Besondere am Storytelling: Geschichten bleiben im Kopf, sie informieren implizierend und lösen in uns Emotionen und Empathie aus – so denken wir an die erzählte Story sobald wir ein Produkt der Marke vor Augen haben.

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Nicht selten wird diese Methode des Marketings auch im Rahmen von Social Marketing verwendet. Nämlich wenn es darum geht einen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel herbeizuführen oder gesellschaftlich relevante Werte oder Verhaltensweisen zu beeinflussen. Oft reicht ein Bild, um Geschichten zu erzählen, Botschaften zu senden und Marken damit aufzuladen. Denken Sie dabei an die Werbespots der Gesellschaft für Gesundheitliche Aufklärung (“Rauchen kann tödlich sein”) oder die “Feel Good” Imagekampagne (“Du bist Deutschland”).

 

Worauf  kommt es beim Storytelling an?

Doch was ist das Erfolgsgeheimnis des perfekten Storytellings? Es sind verschiedene Faktoren, die in der Symbiose eine perfekte Story generieren. Eine gute Geschichte lebt vom lebendigen Intro, vom charismatischen Protagonisten, von einem emotionalen Hindernis, vom Höhepunkt der Geschichte und der darauf folgenden Auflösung der Handlung.

Das richtige Storytelling schafft den Transfer von

  • Texten zu Bildern
  • Informationen zu Emotionen (Empathie)
  • Produkten zu Geschichten

 

Storytelling im Marketing

Das Erzählen von Geschichten hat eine lange Tradition und war in der Vergangenheit für die Gesellschaft stets von großer Bedeutung. Komplexe Sachverhalte wurden so in bildhafter und lebendiger Sprache anschaulich an Dritte weitergegeben. Steve Denning gab der Methode des „Geschichten erzählens“ Mitte der 90er Jahre einen Namen: “Storytelling” …und machte sie in der Unternehmenswelt salonfähig. Damit wollte er Handlungsabläufe von Unternehmen in einem Schlagwort, sprich in einer Methode bündeln und somit erreichen, das wertvolles Wissen langfristig und systematisch in Geschichten konserviert werden kann. Im Unternehmenskontext wird Storytelling sowohl als Wissensmethode als auch im Changemanagement eingesetzt.

Heute wird Storytelling überwiegend für Brand Stories und Produkt Stories im Bereich Marketing und Employer Branding eingesetzt,  um Unternehmenswerte zu kommunizieren und das Unternehmen als Marke im Markt zu positionieren. Was für Unternehmen funktioniert, wird in der Regel auch für die eigenen Produktwelten adaptiert. Hierüber werden Produkte über Geschichten am Markt etabliert. Über Geschichten neue Mitarbeiter gewinnen? Dass das funktionieren kann, hat die Axel Springer ADG in seiner “Media Entrepreneurs”-Kampagne ausdrucksvoll unter Beweis gestellt:

Quelle: Axel Springer // Kampagne “MEDIA ENTREPRENEURS”

 

Geschichten entstehen im Kopf

Wenn Abteilungen, Mitarbeiter und/oder Kunden vernetzt sind und zusammenarbeiten, dann spricht man von einem neuronalen Netzwerk. Storytelling kann hierbei Mittel zum Zweck sein und unter anderem die Kundenbindung verstärken oder gar die Unternehmenskultur positiv beeinflussen, in dem Mitarbeiter von neuen Ideen überzeugt werden.

Bereits seit unserer Kindheit ist in unserem Gehirn ein Netzwerk angelegt. Durch sukzessives Erlernen von Wissen entstehen weitere neuronale Verknüpfungen in unserem Gedächtnissystem, die es uns erlaubt, durch diese Erfahrungs- und Wissensanlage stets die damit verbundenen Geschichten abzurufen. Deutlich wird es, wenn man sich den Lernprozess des menschlichen Gehirns einmal vor Augen hält…

 

Die Storytelling-Konzeption

Um eine nachhaltig eindrucksvolle Geschichte zu entwickeln, bedarf es am Anfang einer guten Ausgangsidee sowie einer intensiven Identifikation und Analyse der Zielgruppe und Kunden. Eine gute Einführung in die Story gepaart mit einer verständlichen und emotionalen Botschaft sind ebenfalls wichtige Schlüsselfaktoren zur perfekten Story. Die Kernbotschaft sollte klar überbracht, die Gefühlswelt angeregt und die vollkommene Aufmerksamkeit erreicht werden. Wenn es gelingt zum Abschluss des Storytellings die Motivation des Kunden oder eigenen Mitarbeiters zu beflügeln, indem Bilder abgespeichert, neues Wissen generiert und Geschichten im Kopf entstanden sind, ist der erste Schritt getan.

In der Regel spricht ein gut konzipiertes Storytelling mehrere unserer Sehnsüchte sowie Grundgefühle an, wie beispielsweise

  • den Wunsch nach Freiheit
  • dem Verlangen nach Geborgenheit
  • dem Streben nach Bestätigung
  • Angst

 

Rick Mereki spricht mit seinem Video “Move” eindrucksvoll die Reise- und Abenteuerlust, das Verlangen nach Freiheit, das Glücklichsein – und somit gleich mehrere Bedürfnisse und Wunschvorstellungen an. Für viele ist es vielleicht auch nur einfach ein “gut gemachtes” Video:

MOVE from Rick Mereki on Vimeo.

 

Das von Marcus Söderlund produzierte Video “McLaren 50 – Courage” ist der erste Teil einer Trilogie zum 50. Jubiläum des McLaren-Rennstalls. Hierin wird die Tragödie des tragischen Unfalls von Bruce McLaren im Jahre 1970 am Goodwood Circuit erzählt. Bruce McLaren starb, aber seine Passion lebt weiter:

Entdeckt auf: t3n.de

 

Ob Storytelling im Social Marketing oder im Rahmen von Company/Product Branding – eine gute Geschichte, verpackt in eindrucksvolle Bilder und einer emotionalen Ansprache kann dies den Markteintritt eines Produktes oder sogar die Zukunft eines Unternehmens nachhaltig beeinflussen. Es gibt immer eine gute Geschichte zu erzählen – nur keine Märchen…

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