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Nach einer mehrjährigen Pionier- und Selbstfindungsphase und einigen Skeptikern zum Trotz, hat sich sich das Berufsbild des Social Media Managers etabliert. Doch gibt es nennenswerte Unterschiede zwischen Großunternehmen und Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMUs) in Bezug auf die Umsetzung und Gestaltung der Position eines Social Media Managers. Hierfür gibt es zahlreiche Gründe, wie Budget, Ressourcen, Hierarchie oder dem “Loslassen”.

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“Social Media ist “Chefsache” und braucht Professionalität und Know-How.”, “Social Media ist kein verlängerter Vertriebskanal.” oder “Social Media kommuniziert Werte und kann zur nachhaltigen Wertschöpfung beitragen.”

…so einige Social Media Spezialisten. Warum dies zum Teil auch Wunschvorstellungen sind, darauf werde ich gleich noch eingehen.

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Was macht eigentlich ein Social Media Manager?

Ein Social Media Manager ist verantwortlich für Inhalte und Botschaften einer Organisation (meist Unternehmen) in den sozialen Medien, in denen die Organisation vertreten ist. Entsprechend konzentriert sich seine Arbeit auf das Social Web und die einzelnen Medien, aus denen sich dieses zusammensetzt.

Die allgemeinen Tätigkeiten eines Social Media Managers umfassen Koordination, Steuerung und Überwachung der Unternehmensaktivitäten in sozialen Online-Medien, in der Praxis oftmals unter dem Begriff Social Media Relations zusammengefasst, beispielsweise in sozialen Online-Netzwerken wie Facebook und XING, Blogging- bzw. Microbloggingdiensten wie Twitter sowie Content-Diensten wie YouTube und Flickr.

[Zitat/Quelle: Wikipedia]

Neben diesen zuvor genannten zentralen Aufgaben übernimmt der Social Media Manager noch weitere operative Tätigkeiten:

  • Koordination und Abstimmung

- Er moderiert regelmäßig stattfindende Redaktionssitzungen

- Er koordiniert einzelne Maßnahmen im Tagesgeschäft

  • Technische Implementierung und Betrieb

- Verzahnung mit Infrastruktur

- Kennt alle relevanten Plattformen und deren Nutzen

  • Zentrale Services

- Content-Management

- Monitoring

- Community Management / Verteilerpflege

- Reporting / Kennzahlen / Erfolgskontrolle

  • Know-How Aufbau

- Praktische Unterstützung

- Beratung zu allen Plattformen

- Aufbau und Pflege von Best Practices

 

Zusätzlich zu den genannten operativen Tätigkeiten legt der Social Media Manager sein Augenmerk auf strategische Aufgaben. Er bewirkt, u. a. durch SEO und perfektes Content Management, das konstruktiver Content sichtbarer ist als destruktiver Content – dies nennt man Social Content Management. Die Fähigkeit zu erkennen, was in den spezifischen Umfeldern welche Art von Resonanz erzeugt und die Fachabteilungen daraufhin zu sensibilisieren und beraten, nennt man Social Resonance Management. Durch die Summe aller Maßnahmen bildet sich eine ganz eigene “Online-Persönlichkeit”, diese bildet den “Resonanzraum” für jede Art von Resonanz.

Der Social Media Manager denkt im “Wir” und erfüllt zudem die Funktion des Koordinators. Er erstellt gemeinsame Regeln – stellt Social Media Guidelines auf und stimmt Konzepte aus den Abteilungen aufeinander ab. Dabei findet er gemeinsame Lösungen bei Abgrenzungsstreitigkeiten. Der Social Media Manager koordiniert und stimmt übergeordnete Services (Datenbanken, Apps etc.) ab – er sucht nach Möglichkeiten und Synergien die auch gemeinsam zu betreiben. Ferner sollte er übergeordneten Content abstimmen und verteilen sowie identifizieren, wo Content in anderen Bereichen genutzt werden kann. In Zusammenarbeit mit Fachbereichen, wie z. B. Marketing, stimmt er übergeordnete Kampagnen ab und versucht Widersprüche zu identifizieren und zu harmonisieren.

Der Bundesverband Community Management e.V. für digitale Kommunikation und Social Media veröffentlichte detaillierte Anforderung der verschiedensten Social Media Berufsbilder:

BVCM Anforderungsprofile Screen

Ich habe Sie überzeugt? …und jetzt?

Einfach (,) machen

Finden Sie für sich ein optimales Verhältnis zwischen Marktbeobachtung, Strategieentwicklung und der Einführung. Beginnen Sie mit einem kleinen Team, finden Sie die Multiplikatoren in den Fachabteilungen und gewinnen Sie sie für sich. Leben Sie die neue Kultur in und mit den Fachabteilungen vor.  Geben Sie klare aber einfach Social Media Richtlinien vor und kommunizieren Sie die Einführung von Social Media in Ihr Unternehmen, idealerweise auch über “Social Media” (lebendig, offen, live – z. B. über einen Projektblog). Vergessen Sie dabei stets das Management nicht – binden Sie es nach der ersten Orientierungsphase ein. Erst nach dem Management Feedback können Sie mit dem Rollout von weiteren Maßnahmen und Schulungen im Unternehmen beginnen.

Die Sache mit der Unternehmenskultur

Wie eingangs erwähnt, bedarf die Social Media Integration in Unternehmen einiger Grundvoraussetzungen. Eine davon ist: Zeit. Geben Sie der Analyse, der der Marktbeobachtung sowie der Strategieentwicklung Zeit sich zu entwickeln. Führen Sie bereichsübergreifende Gespräche, in denen Sie Vorstellungen und Ideen der Kolleginnen und Kollegen heben können, versuchen Sie Ängste und Vorbehalte zu eruieren sowie zu nehmen und sprechen Sie offen und verständlich über Ihre Ziele und nächsten Schritte, die sie mit Social Media im Unternehmen gehen wollen.

Das Berufsbild des Social Media Managers ist noch immer nicht hundertprozentig definiert, aber eines steht fest: Es ist ein Berufsbild, welches viel Raum für Gestaltungsmöglichkeiten zur persönlichen und kreativen Entfaltung bietet und die eigene soziale, persönliche und fachliche Kompetenz fordert und fördert.

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