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Facebook, Twitter, Google+ und YouTube sind Plattformen, auf denen sich zahlreiche Unternehmen in unterschiedlichster Form präsentieren und Kunden- sowie Mitarbeiterbeziehungen aufbauen und/oder ausbauen wollen. Doch wie gelingt es, sich von den Mitbewerbern abzuheben, sich eine herausragende Position in der Social Media Welt zu verschaffen? Charlene Li und Brian Solis – die Autoren von The Seven Success Factors of Social Business Strategy – haben dies genauer untersucht und hierfür sieben Erfolgsfaktoren zusammengefasst:

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  • Definiere die Unternehmensziele

Unternehmen, die im Social Media Bereich erfolgreich sind, schaffen es kontinuierlich, die Ziele einer Social Media Strategie und deren Gewichtung intern an jeden Einzelnen zu vermitteln. Selbst an diejenigen, die keinen praktischen Bezug zu Social Media haben.

 

  • Zukunftsorientierung

In der Welt des Social Business zählt nicht der Augenblick oder das Hier und Jetzt. Viel wichtiger ist das Planungskonzept für die kommenden Jahre. Nachhaltigkeit und eine langfristig ausgelegte Social Business Strategie sind für den Erfolg unvermeidlich.

 

  • Exekutive Unterstützung

Die Geschäftsführung, der CEO, der Vorstand – die Führungsmannschaft des Unternehmens muss Teil dieser Strategie sein und selbst in das Social Business investieren.

 

  • Roadmap

Das Konzept ist das Eine, die Umsetzung der darin enthaltenen Visionen das Andere. Um diese auch nachhaltig verfolgen zu können, bedarf es eines Umsetzungsplans für mindestens die kommenden drei Jahre. Darin enthalten sind unter anderem die berühmt berüchtigten “W-Fragen” – wann, wie, was und wo bestimmte Maßnahmen und Prozesse umgesetzt werden sollen. Die Autoren Li und Solis nennen es Roadmap.

 

  • Verantwortlichkeiten und Richtlinien

Einige kennen es unter “AKV” – Aufgabe, Kompetenz, Verantwortung. Die Planung, die Ausführung und das Management müssen jeweils in Verantwortlichkeiten gegeben werden. Jeder Bereich muss durch einen Leiter abgedeckt werden, so dass die Bereiche überschaubar bleiben.

 

  • Sicherung von Personal und Finanzierung

Zwar ist es kostenlos Social Media zu verwenden, jedoch benötigt man für ein professionelles Social Business gewisse Ressourcen, die abgesichtert sein müssen. Der Finanzbedarf für etwaige Contentproduktion und/oder Lizenzen sollten ebenfalls eruiert werden.

 

  • Auf das Wesentliche konzentrieren

Verfolge deine Erfolge und lerne aus Misserfolgen. Konsequent den Weg einer erfolgreichen Strategie zu gehen ist manchmal nicht einfach, aber es lohnt sich. Wenn du zum Beispiel auf Facebook etabliert bist und eine erfolgreiche Page betreibst, baue diesen Erfolg aus. Lass dich nicht von neuartigen sozialen Plattformen verleiten, deine Strategie zu verändern.

 

Kreativität, Empathie verbunden mit nachhaltigem Agieren sowie Fokussierung auf das Wesentliche sind wesentliche Erfolgsfaktoren für  ein herausragendes Social Business. An dieser Stelle passt mein persönliches Credo sehr gut:

 

“Ideen machen”: Es kommt nicht nur darauf an, kreative Ideen zu haben, sondern auch den entscheidenden Tatendrang an den Tag zu legen, der aus der Idee etwas “Echtes” entstehen lässt.

 

Social Business ist mehr als das Implementieren von Software in einem Unternehmen, Social Business ist die nachhaltige und konsequente Veränderung von Arbeits- und Dialogbeziehungen zu Kunden und Mitarbeitern. Vielen Unternehmen fehlt es derzeit noch an der strategischen und konsequenten Umsetzung der Social Business Strategie. Gründe hierfür sind unter anderem die fehlende Fokussierung auf die erforderliche Medienkompetenz in der Personalentwicklung oder die unzureichende strategische Planung. Social Business bedeutet strategische Unternehmensentwicklung, es ist somit ein CEO-Thema und erfordert uneingeschränktes Management-Sponsoring.

 

Fazit

Social Business steht für Nutzungsoffenheit. Jeder einzelne Mitarbeiter eines Unternehmens sollte für sich seine Themen und Prozesse eruieren und im Social Business Sinne überdenken. Erst über soziale Vernetzung erfährt man, wer über entsprechende Skills verfügt, an bestimmten Themen arbeitet oder wessen Netzwerk für einen selber hilfreich erscheint. Im Arbeitsalltag bringen wir 25% unserer Arbeitszeit damit auf, Informationen und Experten ausfindig zu machen. Diese Ineffizienz kann durch Change Prozesse mit Social Elementen wie Social Business Jams als hierarchieübergreifende Gruppenkonferenzen, ein digitales World Café oder Barcamp effektiv verringert werden. Mitarbeiter müssen dazu befähigt und unterstützt werden, Informationen, Prozesse und Dialoge anders zu führen, um den eigenen Mehrwert zu erkennen. Social Business ist bereichs- und abteilungsübergreifend – diese fachlichen und hierarchischen Grenzen müssen überwunden werden. Erst wenn jeder Einzelne seinen persönlichen Mehrwert und Nutzen erkennt und seinen Beitrag leistet, kann Social Business entstehen.

Quelle: Charlene Li und Brian Solis

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